Hallo,


leider hat sich der Typ aus der anderen Rubrik (Hund) vorgedrängelt. So bleibt uns nur die Möglichkeit mit einer anderen tollen Geschichte zu punkten. Wir, das waren Sissi und Casper....


Wir hatten eine echt tolle Zeit im Stall. Eigentlich sind wir ja nur geliehene und geduldete Katzen gewesen, aber im Laufe der Jahre hat sich es so ergeben, das wir zur Ausstattung gehört haben. Ach, hatten uns alle lieb....


Nur so zur Info, ICH, Sissi, schreibe hier gerade, mein Konterfei ist oben zu sehen. Mein Mitbewohner Casper liegt wie immer auf seiner faulen Katzenhaut, typisch Kerl. Aber ist schon ok, so stört er mich wenigstens nicht. Zwar hab ich kleinere Pfoten als der Typ aus der anderen Rubrik, aber Frau ist ja nicht doof und weiß sich schon zu pfoten, äh helfen.


Im Laufe der Jahre haben wir eine Menge dieser großen Vierbeiner und den Zweibeinern kennengelernt. Die Vierbeiner haben uns weitgehend in Ruhe gelassen, wir waren ja in unserer Jugend auch ständig auf Achse. Jagen, fressen, weite Wege, dann das Wetter, die weiten Wege und ständig steht was im Weg. Mangels Masse waren Parties eher selten angesagt, so ohne Muse ist auch echt doof.


Dafür aber haben die Zweibeiner mächtig Krach gemacht. Kamen in so komischen Dingern an, glaube dat nennt sich wohl Auto. Die waren laut, qualmten oft und dann dieses grelle Licht abends und nachts, voll nervig, ey. Aber dafür waren sie alle sehr lieb zu uns. Haben uns gesteichelt, gefüttert, mit uns gespielt. Nur das mit dem Jagen klappte nicht so recht, waren einfach zu langsam und ungelenk. Konnten nicht mal ne kleine Mauer hochspringen, voll uncool.


Wir hatten in der Sattelkammer unser Wohnzimmer, eine mit Decken ausgelegte Kiste. Schön warm im Winter. Im Grunde war der Stall nicht nur unser Wohnzimmer, er war Schlafzimmer, Treffpunkt für Jung und Alt sowie Spielwiese, Küche und alles andere eben auch. Happi gab´s morgens und abends. Zwar immer dieses glibbere Zeug mit Fleisch oder so drin, aber geschmeckt hat es trotzdem. Dazu wurde oft so eine Art hartes Gebäck in Form kleiner keksähnlicher Dinger gereicht, mit Wasser ließ sich das Zeug recht gut runterwürgen....


Aber wer hängt im Sommer schon drinnen herum, raus in die weite Welt. Und die war groß, sehr groß. Und grün, durch frisches Gras stromern, den Duft von Blumen, Tieren und vielem anderen in der Nase, einfach herrlich. Wir tobten den ganzen Tag lang durch die Gegend. Und wenn diese Zweibeiner kamen, holten wir uns eine Familienpackung Streicheleinheiten ab.... ach war das immer herrlich :-)


Leider mussten wir irgendwann vor unseren Schöpfer treten und den Napf, äh Löffel abgeben. Ich zuerst, Casper folgte ein paar Monate später. Frauchen und Herrchen haben noch mit viel Zeit und Liebe versucht, ihn aufzupäppeln, doch irgendwann war es halt vorbei, ging nicht mehr. Casper liegt begraben am westlichen Zaun der Weide am Unterstand. Ich hab alles von oben beobachtet und rechtzeitig dafür gesorgt, das er hier oben zu mir kommt, das wir auch im nächsten Leben weiterhin gemeinsam spielen können.... Juchu :-))


So, für´s erste soll es das gewesen sein.

Grüße, eure Sissi und der Casper